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IV Schleswigsche Gespräche_Deutsch-Dänische Begegnungen

Die Veranstaltungen werden zusammen mit dem Archiv/ Historische Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe Nordschleswig durchgeführt.
Beginn: jeweils um 19.30 Uhr.
In Apenrade wird um einen Kostenbeitrag zur Kaffeetafel gebeten.

Montag 11.02.2019

Verurteilt zu 3 Jahren Karzer- und 2 Jahren Festungshaft – Ein Schleswiger Student gerät in die Demagogenverfolgung der 1830er Jahre

Dr. Martin Rackwitz, Kiel

Veranstaltungsort: Flensburg, Vortragssaal der Stadtbibliothek in der Flensburg Galerie

Waldemar Müller, geb. 1809 in Rendsburg, studierte nach der Reifeprüfung an der Domschule in Schleswig ab 1828 Theologie an der CAU in Kiel. Hier geriet er 1833 nach der Teilnahme am Stuttgarter Burschentag in die Demagogenverfolgung und wurde von 1833 bis 1837 unter schlimmen Bedingungen im Kieler Karzer eingesperrt. Anschließend wurde er noch zu zwei Jahren Festungshaft in Rendsburg verurteilt. Erst nach seiner Freilassung, konnte er das theologische Examen ablegen, danach war er Rektor der Schule am Friedrichsberg in Schleswig und später von 1864 bis zu seinem Tod 1891 Pastor in Satrup.
Ausgehend von diesem einzigartigen Schicksal geht der Vortrag auf die Entstehung und Zuspitzung des Nationalitätenkonflikts in Schleswig-Holstein ein und zeigt wie die schleswig-holsteinischen Behörden gegen politisch missliebige Studenten vorgingen.

 

 

Montag 11.03.2018

Haithabu und Danewerk – Frühmittelalterliche Grenze – Nationales Symbol – Weltkulturerbe

Matthias Maluck, Schleswig

Veranstaltungsort:
Apenrade, „Haus Nordschleswig“, Vestergade 30
Mitfahrgelegenheiten / Fahrgemeinschaften können bei der Geschäftsstelle erfragt / angemeldet werden (Tel. 04631-408088)

Der Vortrag erläutert die wechselvolle Rezeptionsgeschichte der Denkmale von der Wikingerzeit bis heute: Im 8.-11. Jahrhundert n.Chr. spielten Haithabu und Danewerk eine bedeutende Rolle in der Grenzregion zwischen dem entstehenden dänischen Königreich und dem karolingischen Reich. Damit waren Haithabu und das Danewerk Schlüsselorte für das damalige Europa. Diese Bedeutung des Danewerks wurde im 19. Jahrhundert im Rahmen der dänischen Nationalbewegung aufgegriffen und das Danewerk zum Nationalsymbol gemacht. In Deutschland wurde Haithabu in der Zeit des Nationalsozialismus ebenfalls ein großer symbolischer Wert zugewiesen. Erst nach dem 2.Weltkrieg änderte sich diese Sicht. Haithabu und Danewerk wurden von Symbolen der Abgrenzung zu Orten der Völkerverständigung.
Die Eintragung der Stätten auf die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2018 ist ein bedeutender Schritt auf diesem Weg.

 

 

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